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Das verlassene Dorf Ágios Geórgios

Der Thymós erzählt

Kennt ihr diese leckeren kleinen oder großen Hörnchen gefüllt mit leckerer Vanillecreme ? Sie nennen sich Dreiecke (Τρίγωνα με Kρέμα Βανίλια – Trigona mit Vanillecreme). Alle unsere Bäckereien, Konditoren (Zuckerbäckereien in Griechenland genannt) führen diese süchtig machende Köstlichkeit. Wir lieben es in der Siesta, wenn sich die meisten von uns auf der Insel ausruhen, in ein kleines Café an das Meer zu fahren und eine Trigona mit einem Kafedaki zu uns zu nehmen. Es ist dann ruhig und leer in unserem Dorf und wir können die Stille und die Süßigkeit genießen. Diese Trigonas kleben herrlich an den Fingern, denn sie sind auch in Zuckerwasser getaucht.

Diese Trigonas selber herzustellen ist nicht einfach. Es gehört Fingerspitzengefühl dazu, die Dreiecke aus hauchdünnen Filoteigbahnen, bestrichen mit geklärter Butter, zu falten und zu formen. Dieses Video zeigt die Arbeit anschaulich.

Allerdings machen wir eine andere Vanillecreme. Das Rezept hat Theresa, Frau von unserem Fischer aus Deutschland mitgebracht und diese Creme verwenden wir für unsere Tragonas. Natürlich nur, wenn wir viel Lust und Zeit haben, diese aufwendigen Hörnchen herzustellen.

Gestern erst haben wir uns wieder den Bauch mit Trigonas vollgeschlagen und es ist Zeit einen Spaziergang zu starten der die viele Vanillecreme, die sich mittlerweile auf unseren Hüften sehr wohl fühlt, wieder abzubauen.

Das verlassene Dorf Ágios Geórgios

Thassos-Agios Giorgios

Es gibt oberhalb von dem kleinen Dorf Agios Georgios ein verlassenes Dorf, welches den gleichen Namen trägt. Dort oben in den Bergen befindet sich ein schöner Festplatz umringt von alten Platanen mit frischem Quellwasser. Die Georgskirche, eine wirklich schöne, kleine Kirche befindet sich vor dem Festplatz. Die Georgs-Kirche ist auf den Resten der alten Kirche neu errichtet worden. Alte Grundmauern erinnern an eine Zeit, die schon lange vorbei ist. Auch sieht man vor der Kirche eine umzäunte Ausgrabungsstätte und sehr alte Marmorblöcke.

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Das verlassene Dorf Agios Georgios war wie alle anderen Bergdörfer der Schutz vor Piraterie und Plünderungen. Allerdings ist hier dieses verlassene Dorf viel tiefer im Schutz der Natur eingebettet wie die anderen Bergdörfer. Es ist nicht unbedingt leicht zu finden. Nachdem die Gefahren der Plünderungen, Besetzungen, Piraterie vorbei waren, wurde das ursprüngliche Dorf wieder in den mittleren Teil der Strecke gelegt, dem heutigen Dorf Agios Georgios. Das ist ca. 60 – 80 Jahre her, dass die dort noch verbliebenen Menschen Agios Georgios verlassen haben und wieder in das untere Dorf oder Rachoni gezogen sind.

Die mächtigen Bäume verdecken das Dorf, die Georgskirche und ein paar Häuser vollständig. Bis vor ein paar Jahren gab es noch eine riesige Platane vor der Kirche, die aussah als hätte sie einen Engelflügel, der ausladend die Kirche schützen wollte. Leider ist dieser majestätische Baum irgendwann gefällt worden, durch Sturmschäden oder er war marode (siehe nachfolgendes Bild rechts unten Collage).

AG 2005

Wir fahren oder gehen ca. 2 – 4 x hoch in das verlassene Dorf. Es ist eine sehr schöne Wanderung von Agios Georgios (4 km) aus an einer Marmorverarbeitungsstelle vorbei durch tiefe Wälder sowie einem Marmorsteinbruch, Ziegenställen und kleinen Quellen.

Thassos-Agios Georgios

Auch hier fließt viel Quellwasser die Berge hinunter, so dass die Natur von verschiedensten Grüntönen überzogen ist im Frühjahr, aber selbst im Winter ist die Natur kontrastreich und wunderschön anzusehen. Hier finden sich vereinzelt noch die berühmten Schwarzkiefern, mächtig und von rissiger, schwarzer Rinde, die den Eindruck vermitteln, man gehe durch riesige, natürliche Tore. Die großen Brände haben auch hier großen Schaden angerichtet. Wilde Kräuter wie Oregano findet man hier ebenso wie sehr viele Farngewächse.

Thassos-Agios Giorgios

In dem verlassenen Dorf wird auch zu Ostern und am 15. August (Mariä Himmelfahrt) gefeiert. Meistens ist Morgens ein festlicher Gottesdienst, an dem die Besucher teilnehmen. Anschließend wird neben den mitgebrachten Lebensmitteln für den Grill, Brote und Salate auch der „Kulbani“ verteilt, welches von den Frauen der jeweiligen Gemeinden hergestellt wird. Gekochtes Fleisch in großen Kesseln mit Kartoffeln, Graupen oder Reisnudeln. Nach dem Essen wird in der Regel weiter gefeiert, musiziert und getanzt.

Das Osterfest stellt das bedeutendste Fest der Griechisch Orthodoxen Kirche dar und wird mit entsprechendem Glanz und feierlichem Zeremoniell begangen. Wie in Deutschland ist auch in Griechenland der Ostermontag ein gesetzlicher Feiertag. Am Karfreitag kommt dagegen eine unterschiedliche Regelung zu Anwendung: die Geschäfte bleiben vormittags bis ca. 11.00 geschlossen und sind dann durchgehend bis abends geöffnet.
Hinweis: da die Griechische Kirche das Osterfest bis heute nach dem Julianischen Kalender und den Metonischen Zyklen bestimmt, fällt es nur selten mit dem „lateinischen“ (katholischen) Osterfest zusammen und findet meistens 1 – 5 Wochen später statt.
Namenstag: Paschalía, Paschális.

15. August – Mariä Himmelfahrt
„Mariä Himmelfahrt“ (griechisch: Kímisi tis Theotókou) zählt zu den bedeutendsten Griechisch Orthodoxen Feiertagen. In allen Kirchen und insbesondere den zahlreichen der heiligen Jungfrau geweihten Kathedralen, Kirchen, Kapellen und Klöstern finden feierliche Messen und liturgische Zeremonien statt.

Im alltäglichen Leben stellt der 15. August eine Art „Zeitmarke“ dar: in der Regel beginnt das hochsommerliche Wetter um Mitte August umzuschlagen, für viele Griechen naht das Ende der Ferien- und Urlaubszeit, zumal zahlreiche Unternehmen jeder Art und Größe eine Sommerpause „bis 15. August“ einlegen, und sogar auf dem bis zu diesem Termin mehr oder weniger verwaist erscheinenden öffentlichen Sektor beginnt sich die Lage wieder zu normalisieren.
Gedenktag: Jahrestag der Versenkung des Zerstörers „Elli“ (1940).
Namenstag: Maria, Marios, Panagiota, Panagiotis, Despina.

Quelle:

http://www.partnerbiz.net/griechenland-feiertage.html

Und nicht zu vergessen den Namenstag von Giorgos / Georgios am 23. April des heiligen Georgs (beweglicher Feiertag wegen Fastenzeit und Ostern). So einige Kirchen sind dem heiligen Georg gewidmet und somit feiern die Griechen diesen Tag. Der heilige Georg wird auf vielen Ikonen als Reiter dargestellt und er ist ebenso auch Patron der Schäfer (siehe hier Ikonen in der kleinen Georgskirche).

 

Thassos-Agios Giorgios

Die Bewacher der Georgskirche von dem verlassenen Dorf Agios Georgios

 

Es ist schon etwas länger her, es muss im Frühjahr vor mehr als 10 Jahren gewesen sein als wir uns aufmachten, zu Fuß von dem kleinen Dorf gegenüber von Rachoni, Agios Georgios hoch in das gleichnamige verlassene Dorf zu gehen. Es war noch recht kühl aber ein sonniger Tag und wir wollten oben mit ein paar Freunden grillen, um den Frühling zu begrüßen. Obwohl wir den Weg schon öfters gegangen sind, haben wir uns trotzdem verlaufen. Die neuen Transportwege, durch den Marmorabbau verwirrten uns. Wir hatten das Gefühl wir liefen geradewegs zum verlassenen Dorf, aber wir hielten uns zu weit rechts und wenn wir weiter gelaufen wären, hätten wir das Dorf verpasst und wären wieder oberhalb von Rachoni herausgekommen. Aber ein kleiner Steinweg, links von dem Transportweg ließ uns innehalten und neugierig wie wir waren, begaben wir uns auf diesen Weg, der uns hoch in das Dorf führte. Schon von weitem sahen wir die riesigen Platanen, die mit ihren ausufernden Ästen den Weg säumten. Nur noch ein paar Schritte und wir sahen die Georgskirche. Nur die Georgskirche und ein paar verfallene Häuser, Grillplatz, Wasserbaum, Brunnen erinnern an das ehemalige Dorf.

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Georgskirche mit der gefällten Engelsflügelplatane

Vor dem Wasserbaum, einer weiteren riesigen Platane, aus der durch Hilfe eines verstärkten Hahnes Quellwasser aus den Bergen läuft, luden wir unsere Last ab und setzten uns erst mal kurz für eine Pause an den Brunnen der vor dem Wasserbaum steht. Die altgriechische Schrift auf dem Brunnen ist von links nach rechts gleich zu lesen und die Inschrift lautet: „Du sollst nicht nur deinen Körper, sondern auch deine Seele reinigen“.

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Wir beide, der Fischer und ich wollten vor dem Zubereiten der Speisen in die kleine Georgskirche gehen, um wie immer ein paar Kerzen für unsere Lieben anzuzünden. Die Kirche war früher wie heute nicht verschlossen, nur ein Draht oder ein kleiner Strick ersetzen ein zusätzliches Schloss.

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Sobald wir in die Kirche eingetreten waren, hüpften uns zahlreiche Spinnen entgegen. Das hatten wir noch nie erlebt. Sie sahen eher wie Weberknechte aus, aber es waren Spinnen. Erst viel später habe ich erfahren, dass es eine Zitterspinnenart „Holocnemus Pluchei“ war, die sich gerne im Mittelmeerraum, Griechenland in Höhlen, Kellern und verlassenen Häusern einnistet. Aber gezittert haben wir vor Angst, weil die vielen Spinnen uns, die wir als kleine Monster empfanden, hektisch entgegensprangen. Natürlich werden sie viel mehr Angst vor uns großen Menschen gehabt haben. Es war sozusagen ein Erschrecken auf beiden Seiten. Wir kamen nicht dazu, Kerzen anzuzünden, weil es einfach zu viele Spinnen waren und wir sie in Ruhe lassen wollten. Allerdings war dies ein einmaliges Erlebnis, wir haben nie wieder so viele Spinnen in einem Raum gesehen. Nur letztes Jahr, als wir wieder oben waren und die Kirche besuchten, an einem der vielen Heiligenbilder, die aber so groß war, dass wir respektvollen Abstand hielten. Hier dürfte es sich um eine Radnetzspinne gehandelt haben, ungefährlich, harmlos, interessant, aber riesig.

Spinnen

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Natürlich werden die kleinen Tiere von Erzählung zu Erzählung immer mehr und größer, aber seitdem der Fischer auf einer Tanzfläche einer alten Diskothek in Limenaria (Dionysos – leider ist die Diskothek schon lange geschlossen), wie er mir immer erzählte, eine schwarze Witwe totgetreten hatte, mag er keine Achtfüßler mehr. Aber ok, unser lieber Fischer sah auch schon Kobras auf Thassos, also lasse ich das mal so stehen.

Auf jeden Fall erzählten wir den Freunden später, sie sollten die Kirche lieber meiden. Die momentan dort wohnenden Bewacher wollten anscheinend keinen Besuch.

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Wir gingen zurück zu unseren Freunden und packten unsere Lebensmittel aus, die wir in dem Steinofen backen und grillen wollten. Wir hatten natürlich wie immer viel zu viel eingepackt. So einige große und kleine Fische, Käsesalat, Tzatziki, Taramasalat aus weißem Fischrogen, verschiedene Zutaten für ein leckeres Tourlou eine Art Gemüseauflauf, rote Beete, Retsina, Bier, Wasser, Brot und noch so einiges mehr. Allerdings hatte ich mal wieder vergessen Teller und Besteck einzupacken und sofort bekam ich von meinem Fischerfreund eine ordentliche Schelte, die mich aber nicht sonderlich tangierte da ich wusste, dass unsere Freunde genügend Teller und Besteck mitgebracht hatten und in der letzten Not findet man dort oben immer liegengebliebene Sachen, die man zum Essen oder Kochen gebrauchen kann.

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Wir nahmen uns die alten Plastikstühle, die dort um den Wasserbaum herumstanden und ließen uns für ein paar Minuten nieder, um ein wenig die Neuigkeiten zu besprechen, verbreiten oder anzuhören. Die ersten fingen an, den Wein aufzumachen und holten sich dazu frisches Quellwasser auf dem Wasserbaum. Jeder Besucher, der diesen Baum zum ersten Mal sieht, ist erstaunt, überrascht.

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Ob zum Erfrischen oder Mischen von Getränken oder die Hitze zu kühlen, die so manches Liebespaar dort oben heimlich miteinander in lauwarmen Nächten austauschte. Ja unser alter Platz dort oben ist auch ein kleiner Geheimplatz für Liebespaare. Der Ort soll nicht nur vor neugierigen Blicken schützen, sondern auch eine gute Aura haben. Das kann ich bestätigen, denn ich kann mich gut und gerne an besondere Gelegenheiten erinnern, die nichts mit Festivitäten zu tun hatten, sondern nur rein persönlicher Natur waren. Es machte uns früher nichts aus, den weiten Weg von unten hoch zu gehen. Wir waren viel zu aufgeregt, verliebt und kuschelten uns im Frühjahr – Herbst gerne unter den großen Bäumen in den raschelnden Farn. Auch lagen wir gerne auf einer Decke mitten auf dem Platz und schauten in den von unzähligen Sternen behafteten Himmel und lauschten der Natur. Lauschten wir zu sehr der Natur, bekamen wir Angst, weil die Geräusche in der Stille so intensiv waren, dass unsere junge Phantasie mit uns durchging und wir eilig den Rückweg wieder antraten.

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 Aber kommen wir zurück zum Essen. Nachdem wir alles bereitgestellt hatten, machten wir Feuer im alten Ofen und auch in einem alten Eisentrog. Bis das Holz fertig durchgeglüht war, erzählten wir von unseren Erlebnissen der letzten Monate.

Auch unser Fischer erzählte unseren Freunden, dass er früher manchmal mit Roúla seiner Mauleselin hier oben war, um entweder andere Freunde wie heute, hier zu treffen, oder wilde Kräuter zu sammeln, die hier ein besonderes Aroma haben. Einmal hätte er zu einem Festessen eine besondere Speise mitgebracht und sie vor der Georgeskirche auf die Mauer abgelegt, damit keiner davon naschen konnte. Als er sie aber wieder holen wollte, um den gedeckten Tisch damit zu bereichern, waren die gefüllten Zucchiniblüten weg, die er so mühsam vorsichtig gefüllt und verschlossen hatte. Sie sollten nur ganz kurz auf den Grill und dann verköstigt werden. Aber sie waren nun mal nicht mehr da und unser Fischer rätselte wer sie genommen haben könnte. Er fragte seine Freunde, die aber alle bekräftigten, die Blüten nicht genommen zu haben. Aber wer hat sie genommen ?

Keiner von ihnen ist damals auf die Idee gekommen, dass es seine gefräßige Roúla war, die immer auf Suche nach Essbarem und dem herrlichen Duft wohl nicht widerstehen konnte, der unter dem Tuch auf der Mauer hervorschlich. Roúla tappte munter auf dem Platz umher und muss sich wohl eine Blüte nach der anderen Blüte geholt haben, denn das Tuch lag zerfetzt neben einem Baum und die Reste von dem Reis, der mit Kräutern gemischt war, lagen ebenfalls rund um den Baum zerstreut. Roúla hatte mehr als 30 gefüllte Blüten zerstört und gefressen. Nichts aber auch gar nichts war ihr anzumerken und blickte den Kreis der Freunde zutraulich an. Man konnte Roúla nicht böse sein, sie war einfach zu ……… „menschlich“.

Thassos-Agios Georgios 17xNachdem die Freunde die Geschichte von unserem Fischer mit Roúla zu Ende genossen hatten, war das Holz durchgeglüht und wir konnten anfangen, unser Essen zuzubereiten. Währenddessen folgten noch weitere Erzählungen von unseren Freunden über diesen Platz und ein paar dieser Geschichten kannte ich schon von früheren Begegnungen und ich war wie immer amüsiert darüber, wie die Rezepte der Erzählungen immer wieder neu erstellt werden. Kostas fügte einer Erzählung etwas Würze hinzu, Jorgos nahm der Erzählung wieder etwas Würze und Kyriakos würzte die Erzählungen grundsätzlich wieder etwas nach. Es gefällt mir so, wir sind beweglich im Geist und unserer Phantasie und das ist gut so und gibt der Umgebung wie hier diesem Platz seinen Sinn und er bleibt in unserem Kopf und Herzen.

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Wie bei allen anderen Gelegenheiten wurde nun gegrillt was das Zeug hielt und schmackhafte Fische, Souvlaki, gefüllte Auberginen, Zucchinischeiben zischten auf dem Grill vor sich hin und entluden ihren verführerischen Duft. Salate wurden zubereitet und das Brot in dicke Scheiben geschnitten. Endlich konnten wir essen und es wurde eine kurze Zeit, eine sehr kurze Zeit lang still zwischen uns. Aber diese Stille hielt nicht lange. Nachdem ein paar Bissen den Weg hinunter in den hungrigen Magen gefunden hatten, setzten die Gespräche temperamentvoll wieder ein. Thassos-Agios Georgios 20x
Ein bisschen müde und gesättigt hatten wir fast schon wieder Mut, nochmals die Georgskirche zu betreten, aber wir ließen es. Die vielen Zitterspinnen hatten zu viel Macht über unsere Gefühle, der Angst. Also kramten wir kurze Zeit später unsere Instrumente aus und fingen an zu spielen. Wir sind Meister der Improvisation beim Musizieren. Sei es auf Hochzeiten, Beerdigungen, Namenstagen (Namenstage sind wichtiger als Geburtstage in Griechenland), oder wie hier bei einem gemütlichen Beisammensein an einem schönen Ort, wo sich Freunde, Gäste und Familien einfinden, um einen schönen Tag zu verbringen. Unsere Tänze und Klagelieder (sei es die Liebe oder das Leid, etc.) sind oft improvisiert. Die schönen, langgezogenen Melodien animieren einfach zum Tanzen und es schleicht sich eine meditative Leichtigkeit ein, der man sich nicht entziehen kann. So manchmal hat man das Gefühl, die Tänzer heben gleich vom Boden ab, so elegant beherrschen sie ihre körperlichen Bewegungen hin zu der Musik. Ich kann davon nie genug bekommen und falle später wieder heftig in die Realität zurück, wenn wir wieder aufbrechen müssen.Thassos-Agios GeorgiosWir spielten, sangen und tanzten noch lange, bis es einfach zu kühl wurde und die Dunkelheit uns die Sicht nahm. Mit viel Freude im Herzen packten wir unsere Sachen wieder ein und traten den Rückweg an, der uns viel leichter vorkam, als der Hinweg. Es lag mit Sicherheit daran, dass wir einen schönen Tag verlebt hatten und die Musik noch in unseren Ohren nachklang und wir nichts als Zufriedenheit in unseren Herzen hatten.

ΟΛΑ ΤΑ ΠΟΥΛΑΚΙΑ

Musikstück aus Thassos, getanzt als Syrtos

https://de.wikipedia.org/wiki/Syrtos

Τραγούδι με προέλευση από τη Θάσο.
ΣΥΡΤΟΣ

~

Όλα τα πουλάκια βρ’ αμάν αμάν
όλα τα πουλάκια ζυγά ζυγά,
όλα τα πουλάκια ζυγά ζυγά
τα χελιδονάκια ζευγαρωτά.

~

Τ’ έρημο το αηδόνι βρ’ αμάν αμάν
τ’ έρημο το αηδόνι το μοναχό,
τ’ έρημο το αηδόνι το μοναχό
περπατεί στο κάμπο με τον αητό.

~

Περπατεί στον κάμπο βρ’ αμάν αμάν
περπατεί στον κάμπο και τραγουδεί,
περπατεί στον κάμπο και τραγουδεί
άντρα μου Πολίτη πραματευτή.
___________________________________________________________________________________________________

Bis zum nächsten Mal, du schönes, verlassenes, kleines Dorf Ágios Geógios.

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Thassos-Agios Georgios 23xVor dem Altar, der Ikonastase, sieht man eine Vertiefung, in der sich heiliges Wasser befinden soll. Wer dieses Wasser trinken mag und fastet, dem sollte eine heilende Wirkung erfahren. Wir haben es aber noch nie versucht und werden es auch nicht versuchen. Unseren Durst stillen wir lieber von dem Wasser aus dem Wasserbaum.

Vertiefung AG

 

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